Forschung

Die Grundlagen des heutigen medizinischen Handelns basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen jahrzehntelanger Forschungsarbeit. Ohne diesen kontinuierlichen Wissenszuwachs wären viele medikamentöse Therapien oder operative Verfahren, wie die Operation des Grauen Stars, undenkbar.

Prof. Dr. med. Gabriel Willmann ist es ein großes Anliegen, weiterhin aktiv wissenschaftlich zu arbeiten und seiner Lehrtätigkeit an der Universität Tübingen nachzugehen. In der Folge finden Sie einen Überblick über Forschungsschwerpunkte und aktuelle Projekte.

Höhenophthalmologie

Seit 10 Jahren befasst sich Prof. Dr. med. Gabriel Willmann mit den Auswirkungen der Höhe beziehungsweise von Sauerstoffmangel auf das visuelle System und untersucht mögliche Zusammenhänge mit Formen der Bergkrankheit.

Eine aktuelle Studie widmet sich den Auswirkungen der refraktiven Chirurgie bei ausgedehnten Höhenaufenthalten und wird in Zusammenarbeit mit der University of Washington, USA durchgeführt.

Für Interessierte hier ein Artikel zu diesem Thema in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:

“Ungeduscht, aber online” (PDF ansehen)

Retinale Leckage als Zeichen einer gestörten Blut-Netzhaut-Schranke in 4545 m
Willmann et al., JAMA, June 5, 2013—Vol 309, No. 21


Die Aufnahmen entstanden während eines Forschungsaufenthaltes im Rahmen der THAO-Studie (Tübingen High Altitude Ophthalmology) der Universitäts-Augenklinik Tübingen.

Vorhersagemodell diabetische Retinopathie

Deutschlandweit gibt es ungefähr 7 Millionen Menschen, die an einem Diabetes mellitus leiden. Die diabetische Retinopathie und das diabetische Makulaödem stellen die häufigsten Manifestationsformen dar und sind die häufigste Erblindungsursache im erwerbstätigen Alter in der westlichen Welt.

Ein mögliches Vorhersagemodell zum Vorliegen einer diabetischen Retinopathie könnte einem oft verzögerten Therapiebeginn entgegenwirken.

Die Entwicklung würde es zum Beispiel einem behandelnden Hausarzt erlauben, das Vorliegen einer diabetischen Retinopathie mit einem einfachen Test mit hoher Wahrscheinlichkeit vorauszusagen. Die dadurch erkannten Risikopatienten könnten dann frühzeitig einer augenärztlichen Betreuung zugeführt werden.

Die Studie findet an der Universität Tübingen statt.

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